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Bild: Linksfraktion Reinickendorf

Stolpersteinverlegungen am 19. und 20. November

Bild: Linksfraktion Reinickendorf

Von der AG Stolpersteine wurden am 19. und 20. November drei neue Gedenksteine auf dem Engelmannweg 86, dem Eichborndamm 22 und der Egidystraße 51 in Reinickendorf verlegt.

Die beiden Stolpersteine auf dem Engelmannweg und dem Eichborndamm wurden am 19. November in Gedenken an die Widerstandskämpfer:innen Berta Jacoby und Wilhelm Scheller verlegt. Die Kommunistin Berta Jacoby soll Widerstandskämpfer:innen medizinisch versorgt haben und war an der antifaschistischen Zeitschrift "Rote Barrikaden" beteiligt, weswegen sie wegen Hochverrats gesucht wurde und nach Prag flüchtete. Sie wurde wahrscheinlich 1942 in Bernburg ermordet.

Wilhelm Scheller kam im Oktober 1944 als "Untergetauchter" der Roten Armee von Moskau nach Berlin-Reinickendorf. Dort wurde er denunziert, verhaftet und am 18. April 1945, in einem der letzten Prozesse des Krieges und 7 Tage vor der Befreiung der Haftanstalt, durch Enthauptung ermordet. Seine Familie erhielt nach kriegsende nie eine Entschädigung.

Am 20. November wurde in der Egidystr. in Berlin-Tegel ein Stolperstein für Selma Kirchner verlegt. Sie wurde 1941 aufgrund ihrer jüdischen Herkunft von der Gestapo von ihrer Arbeitsstelle bei Rheinmetall-Borsig ins KZ Ravensbrück deportiert und im folgenden Jahr im Alter von 19 Jahren in Auschwitz ermordet.