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Mietpreissteigerungen in Reinickendorf

kommunalpolitische Themen • Arbeit & Soziales

Einwohnerfrage auf der 49. Sitzung der BVV

Mietpreissteigerungen in Reinickendorf

Michael Rohr, Mitglied der Reinickendorfer LINKEN, fragte das Bezirksamt und die Fraktionen:

Wie bewerten das Bezirksamt und die Fraktionen die Tatsache, dass lt. dem Wohnmarktreport Berlin Reinickendorf mit 5,9 % und Waidmannslust sogar mit 14,5% mit die größten Mietpreissteigerungen im Jahre 2015 in Berlin hatten?

Bezirksstadtrat Uwe Brockhausen (SPD) zeigte sich nicht überrascht von den Zahlen. Auf dem Wohnungsmarkt bestimmten Angebot und Nachfrage die Mietentwicklung. Er würdigte das Wohnungsbauprogramm von Senator Geisel. Berlin müsse Mieterstadt bleiben, „alle mitnehmen“.

Lorenz Weser (CDU) verwies auf den Zuzug junger Familien in unseren Bezirk, der mehr und mehr in den Mittelpunkt rücke. Mit wachsender Nachfrage stiegen auch die Mieten. Die Mietaufwüchse seien aber noch gedämpft, da in Rdf ausreichendes Wohnungsbaupotential zur Verfügung stehe. Die CDU setze sich weiter für bezahlbaren Wohnraum, für gute Wohn- und Lebensbedingungen im Bezirk ein.

Ulf Wilhelm (SPD) wies ebenfalls auf die Marktlage und den gewachsenen Druck auf Rdf hin. Hier würden vorwiegend Eigentumswohnungen gebaut. Baustadtrat Lambert habe nur schleppend auf die Forderungen in der BVV reagiert, mehr auf den Bau von Mietwohnungen zu drängen (gutes Beispiel: Cité Foch). Er würdigte die Wohnungsbaupläne von Senator Geisel und hoffe, dass dadurch eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt entstünde und die Mietpreissteigerungen gemildert würden.

Andreas Rietz (B90/Grüne) erklärte, seine Partei beobachte die Mietsteigerungen mit Sorge. Rdf würde mit der Schließung von TXL und den Zuzüglern weitere Probleme bekommen. Deshalb trete man für Milieuschutz und soziale Erhaltungssatzungen ein. Lambert habe zum Jagen getragen werden müssen, den Druck auf die Investoren zu erhöhen, da er und die CDU ihnen „nicht so viel zumuten“ wollten.

Die Aussage von Michael Rohr in seiner Nachfrage, bezahlbares Wohnen gehöre doch wohl zum (von Bürgermeister Balzer und der CDU vielpropagierten) „Wohlfühlen“  im Bezirk, bestätigten die Sprecher der Parteien.  Ulf Wilhelm meinte, die Verdrängung müsse minimiert werden. Andreas Rietz würdigte die „Berliner Mischung“ (von Eigentums- und Mietwohnungen).

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