Monitoring Soziale Stadtentwicklung
kommunalpolitische Themen • Arbeit & Soziales
Einwohnerfrage auf der 51. Sitzung der BVV
Monitoring Soziale Stadtentwicklung
Michael Rohr, Mitglied der Reinickendorfer LINKEN und Kandidat für die BVV, fragte das Bezirksamt und die Fraktionen:
Das von SenStadtUm veröffentlichte Monitoring Soziale Stadtentwicklung Berlin 2015 weist neben den Planungsräumen Klixstraße, Märkisches Zentrum, Treuenbrietzener Straße und Rollbergesiedlung weitere drei Gebiete in Reinickendorf (Hausotterplatz, Teichstraße und Dannenwalder Weg) als "Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf" aus.
Welche Überlegungen gibt es im Bezirksamt und den Fraktionen, der wachsenden sozialen Belastung größerer Teile der Reinickendorfer Bevölkerung entgegenzuwirken?
Sozialstadtrat Uwe Brockhausen (SPD) bezeichnete das Sozialmonitoring als wichtige Grundlage für ein Früherkennungssystem von sozialen Brennpunkten im Bezirk. BA und BVV versuchten seit vielen Jahren, den Problemen in den unterschiedlichen Wohnlagen entgegenzuwirken – so durch das Quartiersmanagement und die Stadtteilzentren. Anstrengungen in der Bildung könnten den Prozess unterstützen. Lösungen seien jedoch nicht von heute auf morgen zu erwarten und auch nicht allein durch Reinickendorf zu bewältigen.
Als Vorsitzender des BVV-Ausschusses für Sozialraumorientierung lud Andreas Rietz (B90/Grüne) zur nächsten Ausschusssitzung (am 21.4.2016) ein, auf der das Thema behandelt werde. Es sei wichtig, (überhaupt) zur Kenntnis zu nehmen, dass es soziale Unterschiede in Reinickendorf gebe.
Lt. Gilbert Collé (FV der SPD) zwängen die Ergebnisse des Sozialmonitoring, noch genauer hinzusehen, die Ressourcen von Bezirk und Land noch besser einzusetzen. Die SPD versuche, in diesem Sinne zu handeln.
Die Fraktion der CDU hüllte sich in Schweigen.
s.a. Artikel im Berliner Abendblatt: http://www.abendblatt-berlin.de/2016/04/13/versaeumte-integration-befeuert-soziale-not/
