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Was passiert nach der Schließung mit dem Flughafen Tegel?

kommunalpolitische Themen • Flughafen Tegel

Auf dem Sprung - mit Startverzögerung:

Konferenz der Hellen Panke in Kooperation mit der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus zu Berlin.

+++ Zukunftsraum Flughafen Tegel +++ Smart City. Urban Tech Republic +++ Masterplan TXL +++

Die Nachnutzung des Geländes beflügelt die Phantasie und beschäftigt Planer und Öffentlichkeit seit 2008. Am 30. April 2013 hat der Senat den Masterplan TXL beschlossen, der den unter dem rot-roten Senat eingeleiteten Entwicklungsprozess zusammenfasst und verbindlicher macht. Er bestätigt die im Planungsdialog herbeigeführte breite stadtgesellschaftliche und politische Akzeptanz zu den Grundzielen der Nachnutzung. Auf seiner Umsetzung liegen viele Hoffnungen.

Die Konferenz will mit Beteiligten und Betroffenen, wie der Beuth-Hochschule, der Tegel Projekt GmbH, der TSB-Technologiestiftung Berlin und Vertreter/innen aus Politik und Verbänden einen Einblick in den aktuellen Stand der Aktivitäten bieten, offene Fragen diskutieren und untersuchen, welche aktuellen Entwicklungen im Bereich von Stadtentwicklung und Wirtschaft möglicherweise weitere Modifizierungen des Masterplans TXL erforderlich machen.

Auf dem Sprung - mit Startverzögerung

Wir in Reinickendorf • 10-11/2014

... so lautete der Untertitel der Konferenz von Helle Panke e.V. und Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus zur Nachnutzung des Flughafens Tegel, die am 4. September im Konferenzzentrum des Flughafens stattfand. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden diskutierten den Stand der Vorbereitungen für den Tag X.

Urban Tech Republic

Seit 2008 läuft unter Einbeziehung aller möglichen Akteure der Planungsprozess mit bislang 6 Standortkonferenzen. Dies mündete in den Masterplan, der seit einem Jahr in Kraft ist. Der Masterplan sieht die Einrichtung einer Urban Tech Republic vor, geplant von der Tegel Projekt GmbH. Vereinfacht gesagt sollen in Tegel Technologien entwickelt werden, die die Stadt der Zukunft funktionieren lässt. Dies deckt sich mit den Vorstellungen, die DIE LINKE Reinickendorf in den letzten Jahren entwickelt hat.

Kern der Urban Tech Republic wird die Beuth-Hochschule, die sich im Terminal ansiedeln wird. U.a. wird hier „Pflanzenforschung“ betrieben. Wie reagieren Pflanzen auf den Stress der Großstadt? Welche Pflanzen eignen sich für die Stadt? Weitere Schwerpunkte werden Gebäude- und Energietechnik; Energieerzeugung, ‑speicherung und –übertragung; Architektur.

Nördlich des Terminals findet dann die Produktion statt. Dabei kann an die benachbarte bereits vorhandene Industrie (Otis, Siemens, …) angeknüpft werden. Der Masterplan sieht auch 1.000 Wohnungen am Ostrand des Geländes vor.

(K)eine tolle Idee

Kurz vor der Konferenz hatte der Senat eine neue Idee: Olympia soll nach Berlin! Dafür wird auch gleich das TXL-Gelände mit einbezogen. Das passe zum Masterplan – mit dieser Meinung steht der Senat aber allein. Aus den 1.000 Wohnungen sollen 5.000 werden. Die angedachten temporären Sportflächen lägen im Landschaftsschutzgebiet!

Die Planung für den Teil-Umzug der Beuth-Hochschule nimmt immer mehr Gestalt an. Eine weitere Sporthalle wäre o.k., mehr nicht!

Die Konferenz-Teilnehmer waren sich einig, dass die Planung für die Nachnutzung des Flughafens Tegel auf einem guten Weg ist – nur die Olympia-Fantasien passen nicht dazu. Nun warten alle auf den 11.12.14. An diesem Tag findet eine BER-Aufsichtsratssitzung statt, auf der ein BER-Eröffnungstermin genannt werden könnte.

Lutz Dühr

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