Wie wird das „Kurt-Schumacher-Quartier“ gestaltet?
kommunalpolitische Themen • Flughafen Tegel
Deniz Seyhun, Direktkandidatin für das Abgeordnetenhaus, besucht die Ausstellung der Wettbewerbsentwürfe in den Hallen am Borsigturm
Wenn denn BER eröffnet wird … soll TXL Platz machen für die „Urban Tech Republic“, einen Industrie- und Forschungspark, und das „Kurt-Schumacher- Quartier“, ein modernes Wohngebiet mit 5 000 WE für 10 000 Einwohner mit allem, was dazu gehört, verkehrsberuhigt, viel Grün. „Wir haben uns die Siegerentwürfe des städtebaulichen Wettbewerbs angesehen, die bis zum 13.7.2016 in den Hallen am Borsigturm ausgestellt werden“. Deniz Seyhun, Direktkandidatin der LINKEN in Reinickendorf-West, bestätigte: „Sachkundig, durchaus überzeugend hat der Vertreter der Tegel Projekt GmbH unsere Fragen beantwortet, was zu anregenden, z.T. kontroversen, aber erfreulich sachlichen Diskussionen mit weiteren Ausstellungsgästen führte.“
TXL schließen oder offenhalten? U-Bahn ins neue Quartier verlängern oder eher die Straßenbahn? Schulen, Kitaplätze, Sportanlagen, Radwege, Einkaufsmöglichkeiten ausreichend? Wie kommen die Pakete ins Quartier? Wer wird hier wohnen? Sozialmieten oder Eigentum? Wie werden die Menschen in Zukunft leben und arbeiten?
„Beeindruckend, wie die Menschen die Möglichkeit wahrnehmen, mitzureden und nachzufragen, wenn sie denn gefragt werden“ – so die LINKEN-Politikerin. „Wem gehört mein Kiez? Wem gehört die Stadt? Das sind Fragen, die uns LINKE und andere bewegen. Und das nicht nur in Reinickendorf und nicht nur jetzt vor der Wahl.“
Baustadtrat Lambert (CDU) hat jüngst in der BVV versucht, seine Ablehnung des Siegerentwurfes zu rechtfertigen. Nach dem Besuch der Ausstellung hält Deniz Seyhun das für verfehlt. „Der CDU-Spitze im Bezirk passt die ganze Richtung nicht. Deren destruktive Haltung, eine Mischung aus Starrsinn und Kleingeistigkeit, hat dazu geführt, dass der Senat unserem Bezirksamt die Planung bei dem wichtigsten Entwicklungsvorhaben in Reinickendorf in den kommenden Jahren aus der Hand genommen hat. Da haben Balzer & Co. aber was gekonnt. Gratulation!“








