Gedenktag 8. Mai
kommunalpolitische Themen • Kampf gegen Rechts
Einwohnerfrage auf der 37. Sitzung der BVV
Gedenktag 8. Mai
Vera Seidel, Sprecherin der VVN/BdA Reinickendorf, fragte das BA und die Fraktionen:
Welche Überlegungen gibt es im Bezirksamt, den im Mai anstehenden 70. Gedenktag zur Befreiung vom Faschismus auch in unserem Bezirk würdig zu begehen und damit ein weiteres Zeichen in der aktuellen Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Rechtspopulismus zu setzen?
Bezirksbürgermeister Balzer (CDU) antwortete, das BA werde in einer Erklärung auf die Bedeutung des 8.Mai aufmerksam machen und den Tag im Rahmen einer Veranstaltung am Gedenkstein im Rathauspark würdig begehen. Es werde weitere Aktivitäten im Kulturbereich und im „Geschichtslabor“ geben.
Nachfrage:
Als Reinickendorfer Antifaschisten freuen wir uns über den Beschluss der BVV, zum 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee zu einer Schweigeminute in Reinickendorf aufzurufen.
Was hält die BVV von dem Vorschlag, am 8. Mai an den Gedenkstätten und Stolpersteinen in unserem Bezirk der Opfer des faschistischen Terrors mit Blumen zu gedenken?
Balzer erwiderte, es sei für das BA schwierig, an verschiedenen Plätzen Blumen niederzulegen. Das sollten die Parteien übernehmen.
F. Marten (CDU) verwies auf die lebendige Erinnerungskultur im Bezirk, die nicht auf Gedenktage beschränkt sei. Er erinnerte an eine Aussage des ehem. Bundespräsidenten Roman Herzog: der Gefahr einer Wiederholung müsse entgegengewirkt werden, Erinnerung wirke in die Zukunft. Er dankte für die Anregung, „die wir aufgreifen können“.
S. Burk (SPD) als Vorsitzende des Kulturausschusses und T. Hauschild (B90/Grüne) für die AG Stolpersteine dankten ebenfalls für die Anregung.
s.a. Interview des NordBerliners mit Vera Seidel vom 29.1.2015
