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Umweltschutz am Schäfersee

kommunalpolitische Themen • Global denken - lokal handeln

Einwohnerfrage in der 51. Sitzung der BVV

Schäfersee

Anton Kulmus, Mitglied der Reinickendorfer LINKEN, fragte das Bezirksamt:

Welche Gefahr geht von dem Restschlamm im Schäfersee mittel- und langfristig auf die Gesundheit der Nordberliner Bevölkerung aus, zumal aus nicht allzu weit entfernten Brunnen unser Trinkwasser aus dem Grundwasser bereit gestellt wird?

Vergleichbar Ihrer Einschätzung "Die Becken funktionieren wieder." hinsichtlich der Frohnauer Teiche: Funktioniert auch der Schäfersee wieder als Schmutzwassersammelbecken?

Könnte sich das Bezirksamt vorstellen, dass der Schäfersee auch zu Höherem bestimmt sein könnte, als nur wie ein Schmutzwassersammelbecken zu funktionieren?

Die Verordneten und das BA erhielten dazu eine Tischvorlage mit weitergehenden Informationen zur Frage.

Die Frage wurde von Herr BzStR Lambert (CDU) beantwortet:

„Sehr geehrter Herr Vorsteher, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrter Herrn Kulmus, ich beantworte natürlich gerne Ihre drei Fragen, die Sie mir gestellt haben.

Zuständig für fließende Gewässer 2. Ordnung ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt von der wir in der kurzen Zeit leider keine Detailinformationen bekommen haben. Ich kann Ihnen aber gleichwohl versichern, dass vom Schäfersee keinerlei Gefahren für Mensch und Tier in der Region ausgeht. Und auch, dass die Trinkwassergewinnung, die 7/8 Kilometern entfernt vorgenommen wird, nicht gefährdet ist. Wir haben, und das ist richtig was Sie sagen, wir haben diverse Gräben, die in den Schäfersee entwässern. Es läuft damit auch belastetes Wasser in den Schäfersee. Er wurde ja vorletztes Jahr / letztes Jahr über 2 Jahre entsprechend entschlammt. Und das, was aus dem Schäfersee genommen wurde, ist Z-2-Boden. Z-0 ist sozusagen essbarer Boden und Z-2 ist "verseuchter" Boden der entsprechend entsorgt werden muss. Die Wasserschicht darüber sorgt natürlich dafür, dass nichts austreten kann. Aber dennoch dient er  der Entwässerung von diversen Gräben. Ob sich daran in den nächsten Jahrzehnten etwas ändert, kann ich Ihnen nicht / dazu kann ich Ihnen keine Einschätzung geben. Denn es wäre notwendig, alle Entwässerungsgräben entsprechend durch Kanalisation in entsprechenden Anlagen zu entwässern.

Der Schäfersee an sich, darauf haben wir in der Tat Einfluss, ist ein gepflegtes Areal und um die Grünanlagen der Umgebung kümmern wir uns intensiv vom Gartenbaubereich und auch vom Umweltbereich. Wir haben ja mit dem Förderprogramm aktive Zentren auch dafür finanzielle Mittel bekommen, die wir auch in dem Bereich einsetzen und von daher ist das ein echtes Naherholungsgebiet von dem keinerlei Gefahren für Mensch und Tier und auch nicht für die Trinkwasserversorgung –gewinnung ausgeht.“

Vorsteher: „Vielen Dank Herr Lambert. Herr Kulmus, eine Zusatzfrage?“

Anton Kulmus: „Ja. Ich würde gerne wissen, wie das sein kann, etwa 7000 Tonnen Dreck wurde rausgeholt. Der ist hochgiftig. Und 70 000 Kubikmeter sind noch drin. Also, ich kann nicht sehen, dass da keine Gefahr ausgeht.

Herr Lambert: „Zu den Werten, die Sie genannt haben, kann ich spontan nicht Stellung nehmen. Aber Sie können sicher sein, dass sowohl die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt wie auch das bezirkliche Umweltamt garantieren können, dass davon keine Gefahr ausgeht.“

Vorsteher: „Vielen Dank Herr Stadtrat. Vielen Dank Herr Kulmus.“

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