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Heidekrautbahn

kommunalpolitische Themen • Stadtentwicklung

Einwohnerfrage in der 49. Sitzung der BVV

Heidekrautbahn

Dennis Wendländer, Mitglied der Reinickendorfer LINKEN, fragte das Bezirksamt und die Fraktionen:

Die BVV Pankow hat sich in ihrer Dezember-Sitzung erneut für die zügige Wiederinbetriebnahme des Personenverkehrs auf der Stammstrecke der Heidekrautbahn und für die umsteigefreie Fahrt von und bis zum Bahnhof Gesundbrunnen ausgesprochen.

Könnte es nicht eine Anregung für unser Bezirksamt und die Fraktionen sein, in gleicher Weise gegenüber dem Senat aktiv zu werden, dass diese Forderung der Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU endlich erfüllt wird?

Die Frage wird wegen krankheitsbedingter Abwesenheit von Dennis Wendländer schriftlich beantwortet.

Bezirksstadtrat Martin Lambert (CDU) antwortete für das Bezirksamt:

"Die Wiederinbetriebnahme der Heidekrautbahn ist ein Anliegen, das Bezirksamt und BVV schon länger verfolgen.

Auch weiterhin würde das Bezirksamt die Inbetriebnahme u. a. aus folgenden Gründen begrüßen:

  • Anbindung der nördlichen Umlandgemeinden und damit Reduzierung der Pendler
  • Entlastung der ohnehin schon stark ausgelasteten Straßen im überregionalen Straßennetz wie beispielsweise der B 96
  • Anbindung des Märkischen Viertels, das leider bis heute keine direkte Anbindung an die U-Bahn erfahren hat.

Ein Betreiber stünde mit der Niederbarnimer Eisenbahn zur Verfügung. Diese wird jedoch nur aktiv, wenn der Senat diesen Verkehr bestellt. Der Senat antwortete dazu in einer Schriftlichen Anfrage im Abgeordnetenhaus, er sei in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. (Bundesverkehrswegeplan)

Es ist zu begrüßen, wenn auf allen politischen Ebenen für die Wiederinbetriebnahme der Heidekrautbahn geworben wird."

Frank Marten, Fraktionsgeschäftsführer und verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion antwortete:

"Die CDU-Fraktion freut sich außerordentlich, dass auch die Kollegen in der BVV Pankow nun so uneingeschränkt die Reaktivierung der Heidekrautbahn fordern.

Die CDU ist in der Vergangenheit mit drei Anträgen zur Heidekrautbahn in der BVV Reinickendorf aktiv geworden.

Wir hatten damals allerdings den Eindruck, dass der Heidekrautbahn beim rot-roten Senat keine Priorität eingeräumt wurde. Der Ausbau des ÖPNV Richtung Süden, Südosten und Nordosten hatte damals Vorrang vor den Verkehrsproblemen des Berliner Nordwestens.

Außerdem gab es auf der Senatsebene noch einen Streit um die richtige Trassenführung, wobei wir, bis heute, eine Trasse entlang des ehemaligen Grenzstreifens am Märkischen Viertel mit einer Station am Wilhelmsruher Damm begrüßen würden.

Die Diskussion hat aber auch einen ganz aktuellen Bezug. Durch die Diskussionen um den Verkehr auf der B96 am Entenschnabel und dem östlichem Bereich Hermsdorfs in Nachbarschaft zu Glienicke, ist wieder deutlich geworden, dass wir zusätzliche Schienenverbindungen ins Umland gut gebrauchen können.

Für den Anschuss durch die Heidekrautbahn gilt das übrigens ebenso wie für die nordwestliche Verbindung, den Prignitz-Express über Heiligensee, Hennigsdorf und Velten. Wir versprechen uns von beiden Linien eine deutliche Verringerung des Pendlerverkehrs aus dem Umland auf der B96 und der A111.

Optimal wäre in diesem Zusammenhang auch eine Verlängerung der Heidekrautbahn vom ehemaligen Endhaltepunkt am Bahnhof Wilhelmsruh zum Gesundbrunnen, um den direkten Anschluss an den übrigen Nah- und Fernverkehr zu gewährleisten. Für uns hätten beide Maßnahmen, Heidekrautbahn und Prignitz-Express, jedenfalls klaren Vorrang vor dem Ausbau der Fernbahn über die Nordbahntrasse."

Jens Augner, Bündnis 90 / Die Grünen, antwortete:

"Wir sind natürlich für die Wiederinbetriebnahme der Stammstrecke nach Wilhelsmruh / Gesundbrunnen. Am liebsten natürlich bis Gesundbrunnen - sollte das nicht (gleich) (Nordbahnfrage) möglich sein, sollte auf jeden Fall erst mal die Strecke nach Wilhelmsruh wiederhergestellt werden. Der rasante Zuwachs in den Umlandgemeinden und der zunehmende Transitverkehr durch Reinickendorf machen das Vorhaben immer wichtiger. Wir haben das in dieser Legislatur auch mehrmals im Ausschuss besprochen und die Notwendigkeit betont - übrigens auch in der gemeinsamen Sitzung mit dem Glienicker Ausschuss. Und in das zu erstellende Verkehrskonzept (Auftrag der BVV an das BA als Folge jener Sitzung) soll nach unserem Verständnis auch die Heidekrautbahn miteinbezogen werden."

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