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Erste Radroute "Rund um den Tegeler See"? Mogelpackung!

Für Samstag, den 21.8., hatte das Bezirksamt Reinickendorf zur „Eröffnung der Fahrradroute Rund um den Tegeler See“ eingeladen und in der Einladung hieß es, das Bezirksamt habe „die erste touristische Fahrradroute rund um den Tegeler See entwickelt“. Bei näherer Betrachtung stellte sich dann aber heraus, dass für rund 25.000.-€ im Wesentlichen lediglich ein paar Schilder aufgestellt worden sind.

Denn die Route verläuft auf bereits vorhandenen Wegen, die schon immer zum Umrunden des Tegeler Sees benutzt wurden. Die sind allerdings eigentlich überwiegend für Fußgänger gedacht, meist für intensivere Nutzung viel zu schmal und streckenweise in sehr schlechtem Zustand, so dass sie für Radfahrer nicht ungefährlich sind. Hätte man nicht wenigstens die gefährlichen Stellen (z.B. in Tegelort, vor dem Wasserwerk Tegel, kurz vor dem Schwarzen Weg...) mit einfachen Tiefbaumaßnahmen etwas entschärfen können?

Hinzu kommt, dass die Route kurz vor der "Sechserbrücke" abbiegt und die Radfahrer zu der viel befahrenen und gefährlichen Karolinenstr. führt und über die Gabrielenstr. wieder zurück. Und dies, obwohl vor ein paar Jahren auf Initiative eines engagierten Bürgers angebrachte Fahrradschienen auf den Treppen das Queren der Brücke leicht ermöglichen.

Wenig verwunderlich, dass derselbe Bürger bei dem PR-Event des Bezirksamts am Samstag tapfer ein selbst gebasteltes Schild hochhielt (s. Foto), zumal Nachfragen von Bürgerinnen und Bürgern nicht zugelassen worden. So viel zum Thema „Bürgerbeteiligung“.

Hierzu erklärt Felix Lederle: „Die schönsten und womöglich für den Tourismus nützlichsten Broschüren können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es zahlreiche, schwerwiegende Defizite im Hinblick auf die Radverkehrsinfrastruktur im Bezirk Reinickendorf gibt und das Thema in dieser Legislatur keine größere Priorität für das Bezirksamt Reinickendorf hatte. Das muss sich ändern und zwar sehr zeitnah!“