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Pressemitteilung: Fahrradwege in Reinickendorf – noch immer keine Besserung in Sicht?

Reinickendorf hat beim Ausbau von sicheren Radwegen großen Nachholbedarf. Grund

dafür sind Jahrzehnte CDU-Regierung im Bezirk, in welcher Infrastrukturprojekte für

Radfahrende wissentlich versäumt und verzögert wurden.

Die seit knapp einem Jahr im Amt befindliche Stadträtin von Bündnis 90/Die Grünen, Korinna Stephan, muss diesen
Rückstand aufholen und hat selbst auch viele neue Projekte. Allein für dieses Jahr sind 6,5 Kilometer Radweg geplant – allerdings wurde davon noch kein einziger Meter tatsächlich gebaut. Dies geht aus der Beantwortung einer kleinen Anfrage des CDU-Abgeordneten Marvin Schulz hervor (Drs. 0659/XXI-01), in der nach dem Umsetzungsstand von
Radverkehrsprojekten im Jahr 2022 gefragt wird.


Kai Bartosch, verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion in der BVV Reinickendorf, dazu: „Der Bau sicherer Radwege muss jetzt schnell angegangen werden – und hoffentlich auch wie versprochen noch dieses Jahr. Angebliche Probleme wegen der Vegetation, fehlender Finanzierung oder Personalknappheit lasse ich nicht gelten.“


Bedenklich findet Kai Bartosch, dass der Mobilitätsrat, ein wichtiges bezirkliches Diskussionsgremium für Verkehrsprojekte aller Art, vergangene Woche schon zum zweiten Mal verschoben wurde – auf Januar 2023.
Unter der CDU wurden in Reinickendorf in den letzten fünf Jahren gerade einmal 5,5 Kilometer Radweg neu gebaut. Weitere knapp 9 Kilometer wurden instandgesetzt. Mehr als die Hälfte entspricht nicht dem Mobilitätsgesetz. Dies ist besonders dort der Fall, wo finanzielle Mittel für Radinfrastruktur für den Straßenbau zweckentfremdet wurden.
„Die Zählgemeinschaft hat jetzt die Möglichkeit, es besser zu machen. Ich hoffe, sie nutzt diese Chance gut“, so Kai Bartosch.